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Brasil, Vocal Jazz

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Als die Vokal-Entdeckung der letzten Jahre wird die Stimmkünstlerin Céline Rudolph von der Presse übereinstimmend gefeiert. Unglaublich leicht verwischt die Sängerin, Improvisatorin und Komponistin Grenzen von brasilianischen Klängen zu den Scats des Jazz, von emotionalem Feeling bis zu freien Linien. Sie ist Meisterin im Erzeugen von Stimmungen, ihre Ausstrahlung auf natürliche Weise magisch. Sie spielt mit der Poesie des Augenblicks, arbeitet, einem Maler oder Bildhauer ähnlich, am Klang, singt in verschiedenen (auch fiktiven) Sprachen und improvisiert über Rhythmen und Gefühle.
1969 geboren und aufgewachsen in Berlin, prägt Musik sie bereits in der Kindheit. Im Alter von zwölf Jahren schreibt sie Chansons, inspiriert von der Mutter, einer Französin. Der Vater führt sie an afro-amerikanische und brasilianische Musik heran. In der Plattensammlung der Eltern entdeckt Céline die portugiesische Sprache als Stilelement. An der Hochschule der Künste Berlin studiert sie Jazzgesang und –komposition u.a. bei David Friedman.
1990 gründet Céline Rudolph ihre erste Band „out of print“, mit der sie zwei CDs veröffentlicht, das 1. Leipziger Jazznachwuchsfestival gewinnt und auf Tourneen auch weite Teile Afrikas und des Balkans bereist. Zahlreiche Festivalauftritte, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen machen sie bekannt und bringen sie in den folgenden Jahren mit interna-tionalen Musikergrößen zusammen, u.a. Lee Konitz, Bobby Mc Ferrin oder David Friedman. 2003 wird sie als Professorin an die Hochschule für Musik nach Dresden berufen.
2000 reist sie erstmals nach Brasilien und lernt den legendären Rodolfo Stroeter kennen, der nicht nur Joyce, Caetano Veloso, Nana Vasconcelos oder Milton Nascimento produziert hat, sondern auch für Improvisation und Jazz ein waches Ohr besitzt. Sie beschließen an einem brasilianisch inspirierten Album zu arbeiten, das einfach „simple and beautiful“ sein sollte. An den Aufnahmen wirkten hochkarätige Musiker wie Marcos Suzano, Toninho Ferragutti u.a. mit. 2007 wird das Album „Brazaventure“ bei ENJA RECORDS in Europa und Japan veröffentlicht.
Zwei Jahre später gelingt es Céline Rudolph scheinbar mühelos, diesen Erfolg noch zu toppen: "Metamorflores" (2009, enja) bekam fast ausnahmslos 4-5 Sterne-Rezensionen. Neben brasilianischen Klassi-kern werden in großartiger Weise auch die Beatles gecovert. "Norwegian Wood" und "Here Comes The Sun" im lasziv-brasilianischen Gewand, so hat man diese Songs noch nicht gehört! Eigene Lieder in verschiedenen Sprachen machen "Metamorflores" zu einer wunderbaren Weltmusik-Platte. Für ihre Tournee im Mai 2009 erntete sie beste Kritiken