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Mbalax, Funk, Soul und Afro Brazilian

Cheikh Lô

| Senegal

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Geboren 1955 in Bobo Dioulasso, Burkina Faso nahe der malinesichen Grenze. Er wuchs dort multilingual mit den Sprachen Bambara, Wolof und Französisch auf. Von kleinauf von Musik fasziniert, verließ er die Schule, um sich auf geliehenen Instrumenten das Gitarre und Schlagzeugspielen beizubringen. Als Teenager hörte Cheikh Lô alle Arten von Musik. Seine Vorliebe galt jedoch dem Rumba aus Zaire, dessen Wurzeln in dem kubanischen Son liegen. Besonders in den 50er Jahren überfluteten kubanische Rhythmen West Afrika und zogen den Künstler in ihren Bann.

Im Alter von 21 Jahren trat er mit dem Orchestra Volta Jazz in Bobo Dioulasso auf. 1970 ging er nach Dakar , wo er den bekannten Sänger OUZA als Schlagzeuger unterstützte. 1985 verschlug es den Künstler nach Frankreich. Dort schloß er sich schnell der Pariser Studiomusiker-Szene an. Cheikh erinnert sich: "Studio-schlafen-Studio für zwei Jahre. Ich liebe Musik aus Zaire und Kamerun und absorbierte in jener Zeit viele dieser Einflüsse. Vielleicht hört man auch ein bißchen Papa Wemba in meinem Gesang." Nach seiner Rückkehr in den Senegal entschloß er sich, einen Produzenten für seine eigene Musik zu begeistern.

YOUSSOU N'DOUR entdeckte Cheikh Lô 1989 als Backgroundsänger und Schlagzeuger während der Aufnahmen von N'DIAGA M'BAYA, einem traditionellen Grioten. "Wenn er sang, war ich überwältigt oder ich war von seiner Chorstimme überwältigt", erklärt N'Dour, "lernte ihn aber erst mit seinem Album "Doxandeme" kennen, ich hörte seine Stimme und sagte "Wow" - in seiner Stimme fand ich etwas, das wie eine Reise durch Burkina, Niger und Mail klang". Auf seiner ersten Produktion "Doxandeme" (Immigranten), die1990 veröffentlicht wurde, singt er über die Erfahrungen eines Senegalesen auf einem fremden Kontinent. "Es war schwierig - ich stützte mich auf meinen Glauben." ""Doxandeme" war eine Lokalproduktion auf einem kleinen Label, die Kassette verkaufte sich sehr gut und etablierte meinen Namen, aber meiner Meinung nach nicht allzu professionell." Trotz seiner Bedenken über die Produktion, gewann er in jenem Jahr den "Nouveau Talent" Preis in Dakar. Kurz darauf begann er seine Arbeit an der seiner Produktion "Ne La Thiass". Parallel zu seiner kompositionellen Arbeit suchte er nach der besten Produktionsmöglichkeit. Nach vier Jahren schickte er eine Demotape an Youssou N'Dour. Dieser war sofort begeistert und begann nach seinem internationalen Erfolg von "Seven Seconds" im August 1995 mit der Produktion des Albums in seinem Xippi Studio in Dakar. N'Dour tritt auf diesem Album nicht nur als Produzent in Erscheinung, sondern auch als Musiker ("Guiss Guiss" und "Set"). Weitere Gastmusiker sind Super Etoile de Daker, Omar Sow (guitar and arranger), Mbaye Dieye Faye (percussion) und Assane Thiam (talking drum). Ne La Thiass, das auf N'Dours Jololi Label veröffentlicht wurde, war sofort ein Erfolg. "Set" - ein Appell an die Bewohner während eines öffentlichen Streiks die Straßen Dakars zu säubern, wurde sogar vom Gesundheitsministerium als Kampagne über Lautsprecher in das ganzen Land gesendet.

Cheikh Lô's Musik ist sowohl von universellen als auch zeitgenössichen Themen beeinflußt - Liebe, Schicksal Glaube. Der Künstler selbst gehört der Glaubensgemeinschaft der Baye Fall, einer speziell senegalesichen Form des Islam, an, die ihr Leben harter Arbeit und ihrem Gründer Cheikh Ibra Fall widmen. Die Dreadlocks und bunten Kleider der Baye-Fall Anhänger führen auch im Senegal zu Stereotypisierung: "Ich liebe Reggae, ich hörte die Musik Bob Marleys und Peter Toshs und ich nahm auch einen Song "Babylon" auf, aber ich bin kein Rasta." Die Basis seiner Musik bilden M'Balax-Rhythmen, Trommel- und Tanzrhythmen, die ihren Ursprung in den Wolof-Festen haben. Den Schwerpunkt bilden Cheikhs Stimme, Akustik-Gitarre, sabar drums, bass tama (talking drum), Flöte mit Keyboard sowie drum-kit als texture. Cheikh Lô schreibt seine Titel selbst, komponiert eine Melodie auf der Akustikgitarre und fügt die restlichen Instrument nach und nach hinzu. Zusammen mit seiner Band "N'Diguel" tritt der Künstler regelmäßig in Dakar auf.

On Tour

Gianmaria Testa (8319 Bytes)

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