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Afro-fusion

Freshlyground

| Südafrika

Mit ihrer multiethnischen Besetzung sind sie die weltweiten Botschafter der Regenbogen-Nation Südafrika. Um die quirlige Frontsängerin Zolani Mahola mit Girlie-Charisma gruppieren sich sechs schwarze, farbige und weiße Musiker, die seit ihrer Gründung im Jahre 2002 rasant zu den Lieblingen der heimischen Radiostationen wurden. Mehr noch: Mit ihren europäischen Festival-Auftritten haben Freshlyground die Stereotypen von Südafrikas Musik auch in Übersee kräftig korrigiert. Ein sonniger Popsound bestimmt ihre Lieder, in denen Folklore vom Kap auf Reggae-Grooves und keltisch anmutende, ausgelassene Melodien trifft und in ihrem politisch eingefärbten Gute-Laune-Pop einen sie Traditionen aus dem ganzen Süden des Kontinents. An der Seite Shakiras sind sie zudem die Idealbesetzung für den offiziellen WM-Song „Waka Waka“, zu dem sie jedoch eher zufällig kamen.
Man könnte es für ein Konzept halten, dass Musiker verschiedenster Couleur gemeinsam eine Band formen, um gegen den noch immer präsenten Rassismus in Südafrika anzusingen. Doch das war keineswegs so, wie Drummer Peter Cohen erzählt: „Ein Konzept beinhaltet Theorie und Strategie, wir haben uns aber ganz natürlich und organisch gefunden. Es wurden nicht bewusst weiße und schwarze Musiker gecastet, um sie miteinander auf die Bühne zu stellen. Südafrika hat elf Nationalsprachen, doch wir bedienen uns wirklich nur der Idiome, die wir auch sprechen, also Xhosa, die Sprache unserer Leadsängerin Zolani aus der Eastern Cape-Provinz und Englisch. Und auch die Einflüsse picken wir nicht der Vielfalt wegen raus, sie müssen vielmehr einen persönlichen Bezug haben.“
 
Binnen drei Jahren wird die Band mit dem sonnigen Sound zum Liebling in der Heimat, ihr Stück „Doo Be Doo“ 2005 zum Hit in allen Radiostationen des Landes. Stolz sagt Kyla-Rose Smith: “Wir sind keine Pioniere, es gab ja vor uns schon gemischte Bands in Südafrika. Doch uns haut immer wieder um, wie viele verschiedene Leute wir unter unseren Fans versammeln, alle Altersgruppen, alle Hautfarben, alle sozialen Schichten. Und das ist wirklich selten in unserer Heimat.“ Das Erfolgsrezept sieht auf der Bühne dann etwa so aus: Mahola agiert als Energiebündel mit kehlig-impulsiver Stimme und singt freche Texte über enttäuschte Liebe und enttäuschende Mannsbilder, Flöte, Geige und Gitarre umranken sie. Und wenn der Jive aus dem Township zum Zuge kommt, bricht die Band auch mal einen mitreißenden Zulu-Tanz vom Zaun.

Auch international geht es spätestens mit dem dritten Album „Ma’Cheri“ richtig aufwärts: Freshlyground bereichern die europäischen Festivals, treten im Vorprogramm von Hugh Masekela und anderen Stars auf. Bei der WM 2006 verströmen sie bereits Vorfreude auf das Turnier von 2010 mit ihrer Heimat als Gastland. Das ist nun in vollem Gange, mit Freshlyground als Mitwirkenden bei der offiziellen Hymne der FIFA. Auch hier steuerte wieder Freund Zufall die Geschicke. Peter Cohen erinnert sich: „Wir haben im letzten Februar in New York unser neues Album gemixt. Ein Typ namens John Hill arbeitete gerade im gleichen Gebäude an diesem Shakira-Song und kam zwischendurch rein, um unseren Produzenten Fab zu besuchen. Er sagte zu ihm: ‚Hör mal, ich brauche ein bisschen südafrikanischen Input.’ Hill hat uns den Song vorgespielt, und wir haben für ein paar Passagen unsere Ideen beigesteuert. Er war begeistert, wir flogen zurück nach Südafrika und hörten nichts mehr, und das für Monate. Endlich teilte man uns mit, dass es einige Parts unseres Beitrags in den Song geschafft haben.“

 Author: Stefan Franzen

On Tour

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Muchachito Bombo Infierno

23.02. D-Karlsruhe
24.02. CH-Zürich
25.02. D-München
26.02. D-Köln
28.02. D-Hamburg
29.02. D-Berlin

MUCHACHITO BOMBO INFIERNO, ein musikalischer Wirbelsturm aus Barcelona, die zusammen ein wahres Inferno auf der Bühne entfesseln.