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music from the grasslands

Hanggai

| China

Junge Chinesen entdecken ihre musikalischen Wurzeln: Hanggai schöpfen aus dem reichhaltigen und wunderbaren Lieder-Fundus der Grassteppen der inneren Mongolei. China hatte nicht immer ein feines Gehör für seine Minderheiten, für die ältere Generation ist die Kulturrevolution noch gar nicht lange zurück. Doch das Riesenland ist im Aufbruch, junge Musiker entdeckt ihre Tradition neu.

Als der Pekinger Punkrocker Ilchi zum ersten Mal Throatsinging hörte, war er fest entschlossen, seiner mongolischen Herkunft auf den Grund zu gehen. Er reiste dorthin, traf zwei traditionelle Musiker namens Hugejiltu und Bagen, und bald darauf war Hanggai geboren. Gegründet in Peking, aber traditionellen mongolischen Lieder gewidmet, hat Hanggais weitläufige, unbestreitbar großartige Musik viele Fans gefunden.

Auch im Ausland ist die Band seit 2009 sehr erfolgreich: die Sommertour führte sie auf große Festi-vals wie Roskilde, Lowlands, Sfinks, Womad und Sziget, auf denen sie das Publikum zum Toben brachten. Im Oktober sind sie mit einem offiziellen Showcase bei der Womex vertreten.

Die Musik von Hanggai basiert auf traditionellen Melodien aus dem Grasland. Gespielt wird mehrheitlich auf der zweisaitigen Laute Tobshuur und der Pferdekopfgeige, gesungen in mongolisch, auch mit der Technik des Obertongesangs. Die beiden Produzenten aus dem Westen, Matteo Scumaci und Robin Haller, waren sehr zurückhal-tend in ihrer Arbeit. Die Arrangements sind sorgfäl-tig und brechen nicht in die Soundstruktur der Lieder aus dem Grasland ein, der Obertongesang wird nicht zur artistischen Stimmakrobatik.

Hanggai singen über mongolische Robin Hoods, mixen Throatsinging mit Rock Elementen und klei-den sich wie Männer aus der Steppe, obwohl sie in der von Menschen wimmelnden Metropole Peking leben. Aber Widersprüche zum Ausdruck zu bringen, liegt den ethnischen Minderheiten in China – nur dieses Mal ist es anders.

Mit ihren natürlichen Stimmen, den elegant arangierten Songs, der erstklassigen Produktion des Albums und den merkwürdigerweise vertrauten Melodien haben Hanggai den Sprung vom Folk-Phänomen zu Crossover-Pionieren geschafft, ohne dabei ihr Seele zu verlieren. Gegründet und gedacht für das weite, offene Land der Mongolei wird diese Musik jedem Heimweh bereiten – Heimweh nach einem Ort, an dem man noch nie war.

On Tour

 (6622 Bytes)

Ana Moura

11.03. D-Reutlingen
13.03. D-Bonn
14.03. D-Dortmund
17.03. D-Berlin
18.03. D-Hamburg
19.03. D-Hannover
21.03. D-Bremen
23.03. D-Mainz
24.03. D-München
25.03. D-Karlsruhe
27.03. CH-Zürich

Ana Moura ist eine aus der jungen Generation von Fadistas herausragende Sängerin. Sie interpretiert die "Saudade" des Fado mit unglaublicher Reife.