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Reggae

Horace Andy

| Jamaika

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Horace Andy zählt zu den bedeutendsten und beliebtesten Sängern Jamaikas. Er wurde mit einer unverwechselbaren, gefühlsgeladenen Stimme gesegnet. Durch seine Aufnahmen in den 70er Jahren hat er mit der Zusammenarbeit mit den Trip-Hop Heroes Massive Attack einen Grundstein für seine Bekanntheit gelegt.


Horace Hinds wurde am 9. Februar 1951 in Allman Town, nähe Kingston, in Jamaika geboren. Der Youngstar sah mit großer Ehrfurcht zu seinem älte-ren Cousin Justin Hinds auf, denn dieser zog sich, wie ein roter Faden durch die jamaikanische Mu-sikszene. Justin Hinds und and The Dominoes bringen in den 60er Jahren einen Hit nach dem anderen heraus. Es war unvermeidlich, dass die jüngeren Hinds der erfolgreichen Laufbahn ihres Cousins folgen werden. Jedoch war es faszinie-rend, dass Horace sich dagegen entschied, sich an Justins Produzenten Duke Reid zu wenden und stattdessen mit 16 Jahren seine Debütsingle von George „Phil“ Pratt produzieren ließ. Leider landete „ This Is a Black Man’s Country“ nicht in den Charts und Horace entschied sich erst mal seine Arbeit ruhen zu lassen.


Im Januar 1970 nahm er mit seinem damaligen Gesangspartner und Freund Frank Melody, bei einem Vorsingen im Studio One für das Labelober-haupt Coxsone Dodd teil. Dodd war nicht beson-ders überzeugt von dem Pärchen, jedoch konnte Horace ihn, mit seiner selbst komponierten Ballade „Got to Be Sure“ von sich überzeugen. Von diesem Zeitpunkt an war klar, dass „Got to Be Sure“ seine neue Debütsingle werden sollte. Jedoch wollte Dodds den Song nicht unter Horaces echtem Na-men veröffentlichen, aus Angst dass die Beziehung zu Justin Hinds sich negativ auf seine Karriere auswirken könnte. Dodds entschied sich für den Namen „Horace Andy“ als Anerkennung zu seinem Vorbild dem Solo-Star Bob Andy.


„Got to Be Sure“ wurde 1971 von vielen weiteren Singles gefolgt: „See a Man’s Face“, „Night Owl“, „Fever“ und der bewegenden Single „Mr. Bassie“. Die Aufnahme von „Skylarking“ sicherte dann zu-sätzlich seinen Erfolg. Der Song erweckte großes Aufsehen, sodass Dodd sich schnellstens ent-schied ihn als Single zu veröffentlichen. Die Single schoss raketenartig an die Spitze der jamaikani-schen Charts. Von diesem Zeitpunkt an regnete es buchstäblich Hits: „Love of a Woman“, „Every Tongue Shall Tell“, eine Coverversion des Cat Ste-vens Hit „Where Do the Children Play“ und das andächtige „Oh Lord Why Lord“.


Im Jahr 1972 releaste Studio One das Album „Sky-larking”, welches alle wichtigen Singles aus dieser Zeit vereinte. Zwei Jahre später kam das, mit vielen tollen Coverversionen bestückte Album „Best of Horace Andy“ heraus. Das Label Heartbeat stellte später das Album „Mr. Bassie“ aus dem nicht veröf-fentlichten Studio One Material zusammen. Nach diesem großen Erfolg entschied sich Andy dafür, wieder mit seinem damaligen Produzenten Phil Pratt zu arbeiten. Er produzierte bahnbrechende Songs wie: „Money Is the Root of All Evil“ und „Get Wise“.

Als eifriger Musiker produzierte Andy auch mit vie-len anderen Produzenten aus Jamaika. Er brachte die Songs „Love You to Want Me“ und „Delilah“ mit Gussie Clark, das gefühlslastige Lied „Girl I Love You“ mit Ernest und JoJo Hookim, „Jah Jah Children“ für Count Shelly, „Lonely Woman“ für Derrick Harriott, „God Is Displeased“ für Harry J, und coverte Tony Orlandos Song „Bless You“ für Robbie Shakespeares Label Bar-Bell heraus. Leo-nard Chin war 1973 für Andys zweiten mitreißen-den Nummer Eins Hit „Children of Israel“ und wei-tere Singles verantwortlich. Er arbeitete im Jahr 1975 mit Niney Holness zusammen und veröffentli-che „Nice and Easy“ und „I’m in Love“, außerdem sang er im Duett mit Freddie McKay den Song „Talking Love“ und belebte seine Beziehung zu JoJo Hookim mit der Zusammenarbeit bei „Beware of a Smiling Face“. Einige seiner besten Arbeiten standen im Zusammenhang mit dem Produzenten Bunny Lee, mit dem er das großartige Re-Recording von „Skylarking“ und „Just Say Who“ veröffentlichte. Die beiden kreierten noch weitere bahnbrechende Versionen von Andys früheren Songs wie „Love of a Woman“, „Something on My Mind“ und „Money Is the Root of All Evil“ (auch bekannt als „Money Money“).


Horace Andy ist einer der wenigen Künstler, die niemals eine identische Version eines Songs erstellen würden. Die neue Version reflektiert die alte wie durch ein Prisma und gibt ihr eine neue Sichtweise und neuen Charme. Natürliche produ-ziert Andy auch neue Aufnahmen mit Lee, zum Beispiel Klassiker wie „Zion Gate“, „You Are My Angel“, „Don’t Try to Use Me“ und „Rasta Saw Them Coming“. Außerdem veröffentlichte er weite-re Coverversionen wie „I’ve Got to Get Away“ und „Serious Thing“ von John Holts, genauso wie „Bet-ter Collie“ von Tapper Zukie.


Das Label Trojan fügte die besten dieser Aufnah-men zusammen und veröffentlichte diese auf dem Album „You Are My Angel“, viele der Songs auf diesem Album kamen auch auf dem von dem Label Music Club 1998 veröffentlichten Album „The Prime of Horace Andy“ vor. Das vom Label Cleopatra releaste Album „The Wonderful World of Horace Andy“ beinhaltet besondere Aufnahmen, die Andy mit Lee und Niney Holness produzierte und eine Hand voll moderner Remixe und einem ausgewähl-ten Coversong aus den frühen 80er Jahren. Wäh-rend dessen tut sich Andy mit dem Sänger der Al-ton Ellis Gruppe The Flames, Winston Jarrett, zu-sammen um das Album „Earth Must Be Hell“ zu produzieren.

Andy arbeitete in dieser Zeit außerdem mit einer großen Anzahl an DJs zusammen und brachte die Single „Poison Flavour“ zusammen mit Doctor Ali-mantado heraus.


Im Jahr 1977 wanderte Andy nach Connecticut aus und verband sich mit dem Hungry Town - Label-kopf Everton DaSilva. Das Resultat dieser Zusam-menarbeit war der Klassiker „In the Light“ und sei-ne bahnbrechende Dub-Begleitung, geremixt von Prince Jammy. Die beiden haben außerdem noch weitere exzellente Singles herausgebracht, darun-ter waren „Youths of Today“, das großartige Re-Recording von „Fever“, das gitarrenlastige „Do You Love My Music“ und „Government Land“.

Als nächstes etablierte Andy sein eigenes Label „Rhythm“ und weihte es mit der neuen Version von „Don’t Let Problems Get You Down“ ein. Der Sän-ger nahm aber weiterhin Titel unter der Leitung von DaSilva für Rhythm auf, unter ihnen waren „Ital Vital“, „Control Yourself“ und „Ital Vibe“. Ihre Zu-sammenarbeit wurde aber 1979 abrupt beendet, als der Produzent ermordet wurde. Andy hatte aber nicht ausschließlich mit DaSilva gearbeitet, son-dern hatte im Jahr 1978 sein Album „Pure Ranking“ für Brad Osbournes Label Clocktower aufgenom-men. Dieses einzigartige Album hat nicht nur die Weichen für den Aufstieg von Raggamuffin mit sei-nem Titeltrack gelegt, sondern auch die Grundlage für modernen Dancehall geebnet. Andy beginnt von nun an mit dem Produzenten Duo Morwells zu ar-beiten und nimmt die Single „Black Cinderella“ auf.


Im Jahr 1980 tut er sich mit dem Sänger Bim Sherman und dem DJ U Black für das „Bim Sher-man meets Horace Andy & U Black“ -Album zu-sammen. Im selben Jahr wurde Andys „Natty Dread a Weh She Want“ brilliant von Tappa Zukie gemanagt und mit Klassikern wie „Raggamuffin“, „Run Babylon“ und dem Titeltrack „Sweet as Su-gar“ bereichert. Das Paar veröffentlichte außerdem die Singles „Revolution“ und ein Re-Recording von „Earth Must Be Hell“. Während dessen arbeitete Andy mit dem Produzenten Ossie Hibbert für den er im selben Jahr „Sitting on a Hillside“, im nächs-ten Jahr „Have You Ever Been in Love“ gefolgt von „Cool and Deadly“, „Eternal Love“, „You Are My Angel“ und „Ain’t No Love“ in 1983-84 aufnahm. Vor diesen Singles ging Andy mit Lloyd Barnes ins Studio um ein klassisches Dancehall Album aufzu-nehmen, was wiederum bewies, dass „Pure Ran-king“ kein Glückstreffer war, sondern das Andy in der Lage ist Alben zu produzieren, die in der Dancehall-Szene angesehen sind. Das Album hat neben den exzellenten Neukreationen der alten Songs, sind auf diesem Album auch eine Menge neuer Nummern wie zum Beispiel „Spying Glass“. Als weiterer Beweis dient Andys Erscheinen auf dem „Prince Jammy & the Striker Lee Posse Pre-sents Music Maker Live at the Halfway Tree Jamai-ca“ Album, auf dem ausschließlich Dancehall-Tracks zu finden sind. Der Sänger veröffentlichte außerdem noch zwei seiner eigenen Alben im sel-ben Jahr, „The Ted Dawkins-produced Showcase“, und „Confusions“. Andy veröffentlichte außerdem dem noch einige wunderbare Titel wie „Walking On Ice“ und dem Titeltrack des Albums „Sweet Music“. Im darauffolgenden Jahr vereinigte sich Andy mit dem DJ Patrick Andy für die Aufnahme mit dem naheliegenden Titel „Clash of de Andys“.


Kurz darauf zog Andy ein zweites Mal um, diesmal nach London. Dort unterschrieb er einen Vertrag bei Rough Trade und veröffentlichte die Dancehall angehauchte Aufnahme „Elementary“. Diese Single gab seinem nächsten Album, auf dem er von Rhythm Queen unterstützt wurde, seinen Namen. Im Jahr 1986 vereinigte sich Andy wieder mit Prince Jammy und wurde von Steely & Clevie and the Firehouse Crew dabei unterstützt über die nächsten Jahre die Singles „Come in a This“, „Must Have to Get It“ und „do Your Thing“ zu releasen. Im Jahr 1987 managte Jammy das „Haul & Jack Up“ Album. Andy kehrte außerdem zurück zu Bunny Lee und produzierte zusammen mit Dennis Brown das Album „Superstars Meet“. Als wäre das nicht genug, kollaborierte er mit John Holt für das Set „From One Extreme to Another“. Beide Alben wa-ren exzellente Aushängeschilder für jeden der drei involvierten Sänger.


Im Jahr 1988 erschienen zwei neue spannende Alben: „Everyday People“ und „Shame and Scan-dal“. Andy musste von nun an Wort wörtlich zwi-schen London, New York und Kingston hin- und herjetten um das Album in den Staaten und das Album auf Jamaika fertig zu stellen. Während er zurück in London war, arbeitete er mit dem DJ Ton-to Irie an der Single „Bangarang“. Als das neue Jahrzehnt begann wurde Andy von einer kleinen relativ unbekannten Bristoler Band, die bisher nur eine einzige Single zu ihrem Erfolgt zählen konn-ten, kontaktiert. Aber der Mut und der Rhythmus der Gruppe, wurden belohnt – Andy war fasziniert und willigte ein sie zu begleiten. „One Love“ fand sich stolz auf dem Debütalbum „Blue Lines“ von Massive Attack wieder. Andy hatte einen Gastauf-tritt auf allen Massive Attack Alben. Als der Ruf von Massive Attack sich über die Elektro-Szene Groß-britanniens und der USA ausbreitete, wurde Andy einem völlig neuen Publikum vorgestellt, die meis-ten Zuhörer kannten seine Aufnahmen nicht, bevor er mit der Band kollaborierte. Das ist teilweise iro-nisch, denn einige Massive Attack Songs sind ur-sprünglich Andys eigene gewesen, wie zum Bei-spiel „Spy Glass“ (auch bekannt als „ Spying Glass“ vom Album „Protection“) und eine weitere Version seiner Coverversion „Man Next Door“ (auch be-kannt als „I’ve Got to Get Away“) von John Holt.

Andys Soloalbum „Rude Boy“ wurde 1993 re-leased. Im folgenden Jahr produzierte der Sänger für den britischen Produzenten Dennis „Mixman“ Bedeau, die Single „Seek and You Will Find“. Die-ser Song führte das im nächsten Jahr veröffentlich-te Album, das voll von mitreißenden Rhythmen war, an. Dieses Album war eines der meist belieb-testen Reggae Alben in diesem Jahrzehnt.


Andys Arbeit mit Massive Attack brachte ihn in den Bereich von Neil „Mad Professor“ Fraser. Aus ihrer Zusammenarbeit ging 1995 die Single und das gleichnamige Album „Life is for Living“ hervor. Die beiden brachten im folgenden Jahr ein Re-Recording von „Zion“ und 1997 das „Roots in Bran-ches“ Album heraus. Bunny Gemini managte An-dys nächstes Set „See and Blind“, eine Mixtur aus neuen Songs und alten Favoriten in Zusammenar-beit mit der Firehouse Crew. Im selben Jahr kam die Aufnahme von „I May Never See My Baby“ heraus. 1998 bereicherte Andy seine Releases mit einem neuen Album „Horace Andy Sings Bob Mar-ley“. Währenddessen hatte Massive Attack ihr ei-genes Label „Melankolic“ gegründet und veröffent-lichten „Skylarking“ eine Kompilation von Andys Hits. Am Ende des Jahrzehnts folgte das bahnbre-chende Album mit neuem Material „In The Light“.

2001 hatte der Sänger einen Gastauftritt auf dem Album „Six Million Ways To Live“ der britischen Gruppe Dub Pistols.

On tour

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Portico Quartet

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10.12. F-Six Fours Les Plages
11.12. F-Combs La Ville

This young band from London makes music with an inimitable, beautiful sound...Portico Quartet sounds like nothing you´ve ever heard before.