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MUCHACHITO – Das ist Jairo Perera Viedma. Geboren 1975 in Santa Coloma de Gramenet, wuchs er in einem Vorort von Barcelona auf, der auch vielen Immigranten eine Heimat bot.
Schon im Alter von sechs Jahren verbrachte er seine Zeit am Liebsten mit seiner Gitarre. Er spielte die Songs von Peret, Gato Pérez und Michael Jackson und sang dazu. Mit 13 veröffentlichte er gemeinsam mit seinem guten Freund Santos de Veracruz, der ihn heute auch auf der Bühne begleitet, einige eigene Zeichnungen. Kurz darauf lies er das Zeichnen allerdings hinter sich, um sich voll und ganz der Musik zuzuwenden. Sein Bruder Joni führte ihn in die Welt des Rock’n’ Roll sein, sie gingen zu Konzerten von Johnny Guitar Watson, den Stray Cats, The Blues Brothers und Jonathan Richman.
Es war also nur eine Frage der Zeit, bis er seine eigene Band gründen sollte. Nachdem Muchachito sich in einigen Bands der Nachbarschaft ausprobierte, gründete er 1993 Trimelon de Naranjus. Nach 7 Jahren touren durch Spanien und Europa, löste sich Trimelón 2000 auf.
Enttäuscht von der Musikwelt entschied Jairo, noch einmal komplett von vorne anzufangen.
Er begann alleine in kleinen Bars zu spielen, fast täglich an anderen Orten. Das erlaubte ihm, von seiner Musik zu leben. Seine Stil nannte sich „Rumboxing“, ein Mix aus Rumba und Swing – allerdings in einer Geschwindigkeit, wie sie nur Muchachito beherrschte.
2003 erweiterte Jairo seine Band in ein Quartet: Lere am Kontrabass, Hector Bellino spielte „das halbe Schlagzeug“ und Josue Trompete. Während einer Jam Session von neun Stunden lernte Muchachito Tito Carlos mit seinen weißen und schwarzen Tasten kennen. Die Kombination aus den beiden Jazz- und Studiomusikern Tito und Josue mit den Straßenmusikern Lere, Hector und Jairo wirkte auf letzteren wie ein Zauber. Erneut formierte er seine Band neu.
Einen Meilenstein ihrer Entwicklung erlebten sie im April 2004, als sie das Apolo in Barcelona restlos ausverkauften und das Publikum vollkommen aus den Häuschen war. 2005 veröffentlichten sie dann ihr erstes Album „Vamos que nos Vamos“.
Mit jedem Konzert steigerte sich ihre Populariät und auch die Band wurde wieder aufgestockt. Eine Brass Section aus David Nino (Sax), Martin Garcia (Sax), Oscar Bas (Posaune) und Alberto Perez (Trompete) mit Josue als Leiter machte sie auch noch zu einer großartigen Swing Band. Auch Santos de Veracruz, Jairos Jugendfreund, stößt zur Gruppe um auf der Bühne übergroße Bilder zur Musik der anderen zu malen.
Mit seiner großen Familie tourte Muchachito 2 Jahre durch Spanien, traf neue Leute und Freunde. Gemeinsam mit Los Delinqüentes, Kiko Veneno und Tomasito entstand das Album „Tucaratupapi“.
2007 brachten sie „Visto lo Visto“ heraus. Kurz nachdem der letzte der 13 Songs aufgenommen war, musste sich Muchachito einen kleinen Kehlkopfoperation unterziehen. Schwer für jemanden, der Ruhe und Schweigen nicht gewohnt ist. Doch die Gesundheit geht vor, und so nahm sich Muchachito eine kleine Auszeit, bis er wieder Konzerte gab.
Innerhalb von nur wenigen Jahren gelang es Jairo aus den kleinen Bars heraus seinen eigenen kleinen 20-Mann Betrieb aufzubauen.
2009 nahm sich die Band eine 1-jährige Auszeit. Doch schon kurz nach Beginn hielt es Muchachito nicht mehr aus und er startete kurzerhand „The Pallet’s Tour“. Vollkommen allein auf der Bühne, nur mit ein wenig Percussion, die er nebenbei mit seinem Fuß bediente.
2010 brachte die Band ihr drittes Album „Idas y Vueltas“ heraus. Ein tolles Album, mit der Leichtigkeit des erstens Album, das schnell einen Platz zwischen seinen Klassikern fand. Nach einer Tour in Spanien mit über 50 Konzerten, von denen die meisten ausverkauft waren, folgten 2011 immer mehr Konzerte in ganz Europa. Den grandiosen Abschluss der Tour bildete ein Konzert im Forum Barcelona vor über 6000 Zuschauern. Über 3,5 Stunden spielten Muchachito Bombo Infierno und überraschten das Publikum mit Gastauftritten vieler ihrer besten Freunde: Albert Pla, Bebe, el Chipi, Deliquentes, Estopa, Joan Garriga, Kiko Veneno, La Excepcion, Maguilaz, Tomasito und vielen mehr. Eine unvergessliche Nacht.