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Richard Galliano – ein Name, viele Assoziationen: Akkordeon, Künstler, Komponist, Virtuose. 1950 ist Galliano in Cannes geboren und gilt international als „Entdecker des Akkordeon im Jazz“ und als weltberühmtester Akkordeonspieler. Der seit dem 4. Lebensjahr mit dem Instrument Aufgewachsene gewann 12-jährig erste nationale Preise und etablierte sich in den 80ern als gefragter Akkordeonist. Wenig später teilte er sich die Bühnen bereits mit großen Namen wie Joe Zawinul und Ron Carter. Darauf folgten neben gemeinsamen Tourneen Aufnahmen u.a. mit Chet Baker und Michel Petrucciani. Astor Piazolla, selbst Kreateur des „New Tango“, ermutigte seinen Freund Galliano selbiges mit der Musette zu machen. Mit der Erschaffung des Stils „New Musette“, in welchem er die traditionelle Musette mit dem modernen Jazz verbindet, wurde Galliano weltweit bekannt und hauchte seinem Instrument neues Leben ein.
Dieses Jahr steht der Meister bereits mit einem neuen Projekt in den Startlöchern: das Bach Sextet. Ein wahr gewordener Kindheitstraum Gallianos, der aus seiner Leidenschaft zu Johann Sebastian Bachs Kompositionen entstand. Auf seinem erstem Album unter dem deutschen Klassiklabel „Deutsche Grammophon“, welches 2010 in Frankreich erschienen ist und sich mehr als 3 Monate auf Platz 1(!) der Klassik Charts hielt, kann man Richard Gallianos Adaption seiner Lieblingswerke hören. Die Gefühlsamkeit und Respekt mit denen er Bachs Stücke neu interpretiert ist einmalig und ein wahres Erlebnis für jeden Bach Liebhaber.
Für mehr Informationen über das Bach-Projekt hier klicken.
Live bietet Richard Galliano aber nicht für das reine Bach-Repertoire an. Es besteht auch die Möglichkeit ein gemischtes Programm aus Galliano/Bach/Piazzolla
Stücken zu buchen.
Des Weiteren gibt es nur zwischen 28.Oktober und 16.November ein einmaliges Special Project: Richard Galliano celebrates Nino Rota´s 100th birthday. Nino Rota gehört ohne Zweifel zu den beliebtesten Filmkomponisten aller Zeiten, schließlich schuf er mit über 150 Filmmusiken, 10 Opern- sowie 23 Ballett- und Bühnenkompositionen, 3 Sinfonien, 3 Klavierkonzerte, 3 Violoncellokonzerte u.a. ein extrem umfangreiches Werk. Der Oscar-, Grammy- und Golden Globe-Gewinner hat einige der bekanntesten Melodien der Filmgeschichte geschrieben (La dolce vita - Fellini, Der Pate – Francis Ford Coppola, Romeo and Julia – Franco Zeffirelli, Rocco und seine Brüder – Luchino Visconti, etc). In 2011 wird Nino Rotas 100. Geburtstag gefeiert und daher gibt es auch genau zu diesem Zeitpunkt diese Hommage in feinster Jazzcombo-Besetzung von Galliano an Rota. Ein hoch qualitatives und sehr interessantes Projekt, welches vorerst nur in der genannten Herbstperiode 2011 live zu erleben sein wird.
Mit über 100 Konzerten jährlich tritt er regelmäßig in den großen Konzerthallen (Théâtre des Champs-Elysées, Mailänder Scala, Auditorium Parco della Musica di Roma) und auf den wichtigsten internationalen Jazzfestivals („San Sebastian“, „North Sea“, „Montreux“ etc.) auf. Galliano ist stolzer Besitzer zweier der wichtigsten Musikpreise Frankreichs; 1992: „Prix Django Reinhardt“ (höchste Jazz-Auszeichnung); 1996 und ´97: „Victoire de la Musique“ (jährlich/bestes Album).Im September 2008 erschien Gallianos letztes Album „Love Day“. Diesmal mit einer Starbesetzung im Quartett: Gonzalo Rubalcaba (p), Minu Cinelu (perc) und Charlie Haden (db). Zwei erfolgreiche Tourneen mit dem selben Line-Up folgten im Herbst und Sommer. Seit dem hat Galliano noch zwei weitere special projects präsentiert: das Piazzolla Forever Septet und das Bach Sextet. Beide Projekte sind auch in 2012 ganzjährig verfügbar. Zusammenfassend die Berliner Morgenpost nach seinem Konzert beim Jazzfest Berlin: „Galliano vollbringt das Kunststück, die Töne so leicht und luftig schweben zu lassen, dass man sich an einem Frühlingstag in einem französischen Straßencafé wähnt, während draußen die letzten Schneeflocken des Winters umherwirbeln."