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Zeitgenössische Afrikanische Musik

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Rokia Traoré, geboren in Mali, zählt seit Jahren zu den innovativsten Musikerinnen West-Afrikas. Sie war als Diplomatentochter in der ganzen Welt unterwegs und lebt heute die meiste Zeit in Paris.
Von Beginn ihrer Karriere an forderte sie die Zuhörer mit ihren modernen Ideen heraus. In atemberaubender Weise experimentiert sie seit Jahren mit der Tradition ihrer Heimat Mali. Sie scheut sich nicht, lokale Musiktraditionen zu verändern und sie untereinander zu kombinieren. Für die Einen zeigt sie zu wenig Respekt, für die Anderen öffnet sie ganz neue Wege mit Tradition umzugehen, sie zu achten, sich aber auch nicht von ihr einengen zu lassen.
Jedes ihrer Alben platzierte sich weit oben in den World Music Charts Europe und verkaufte sich vor allem in Frankreich sehr gut, ihr letztes Album Bowmboi landete sogar auf Platz 4 der französischen Charts. In Frankreich ist sie als exzellenter Live-Act bekannt und längst nicht mehr nur eine Weltmusikkünstlerin. Sie tritt dort nicht nur in Theatern und Clubs auf, sondern auch auf den größten Rockfestivals des Landes.
In Deutschland, sowie auch in einigen anderen europäischen Ländern, ist dieser Weg zum Crossover-Artist weit schwieriger, aber immerhin hat sie auch hier schon auf vielen wichtigen Festivals gespielt und sehr positive Presse bekommen. Drei Konzerte in München, Köln und Berlin standen zur Veröffentlichung ihres aktuellen Albums Tchamantché auf dem Tourplan.
Dieses Album wird viele überraschen. Diesmal hat Rokia Traoré eine Sprache gefunden, die sowohl ihre Erfahrungen als Teil einer afrikanischen Diaspora in Paris und ihre Begegnungen mit afroamerikanischen Musikern in den USA aufnimmt, als auch ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat Mali unterstreicht. Das spiegelt sich auch in der Wahl der Instrumente, die sie diesmal verwendet, wieder. Auf Tchamantché verzichtet Rokia z.B. auf das Balafon und integriert stattdessen eine Gretsch Gitarre und westliche Rhythmus Elemente. Rokia Traoré ist eine der einflussreichsten Musikerinnen ganz Westafrikas und wird sich in 2010 endlich auch wieder in Deutschland live präsentieren.