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"How many roads have I wandered/none and each my own/behind me the bridges have crumbled/where then will I call my home?" Diese Zeilen sind bezeichnend für die Musik von Susheela Raman. Sie lässt eine neue Identität entstehen mit ihrer Stimme, ihrer Kultur und ihrem Singen. Raman ist indisch, tamilisch, englisch, Londonerin, Europäerin, Asiatin und Australierin noch dazu!
Geboren in London als Kind tamilischer Eltern und aufgewachsen in Australien, war sie schon von Kindesbeinen an mit der karnatischen südindisch - traditionellen Musik vertraut. Als Teenagerin suchte sie nach neuen Wegen und wandte sich dem Soul, Blues und Funk zu. Im Alter von nur 16 Jahren leitete sie ihre eigene Funk- und Soulband in Sydney. 1997 zog sie nach London, wo sie auf den Gitarristen und Produzenten Sam Mills traf, der sich schon einen Namen gemacht hatte in seiner Zusammenarbeit mit Musikern aus Afrika und Bangladesch. Sie schufen zusammen einen neuen Sound, der indische und westliche Einflüsse streifte, der auch englische Songs umfasste, darüber hinaus Sanskrit-Texte, eigene neue Kompositionen und die Wiederentdeckung der Lieder aus dem karnatischen Repertoire. Drei Jahre reichen Experimentierens schlugen sich nieder in ihrem Debüt-Album "Salt Rain", das für den Mercury Music Prize nominiert worden war.
Es ist schwierig zu bestimmen, wo genau die indischen, afrikanischen oder europäischen Elemente beginnen und enden. Sie überlappen sich und alles geht ineinander über. So z.B. in "Music for Crocodiles", wo Aref Durvesh's Tablas über einem assymetrischen ostafrikanischen Rhythmus hervorkommen und Raman´s Blues-geprägte Stimme aus Addis Ababa, Mumbai oder Chicago sein könnte. Darüber hinaus wird die wunderbare Hammond Orgel von Malian Chek Tdjen Seck gespielt, dem musikalischen Übervater von Paris. "Light Years", aufgenommen in Madras, ist eine südindische Weise, die hier als feierliches Liebeslied auf englisch wieder hervorkommt. "Meanwhile" ist Raman's Melodie, gesungen auf englisch, jedoch auf der Grundlage des südindischen Raga, Kanyakangi, welcher jene schwere, verführerische Atmosphäre anklingen lässt. Zum allerersten Mal singt Susheela auch auf französisch - "L'ame volatile".