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Die neue Stimme des Fado

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Telmo Pires wurde in Bragança, Portugal geboren. Er wuchs auf mit den elterlichen Schallplatten berühmter Fado Sänger (Fadistas) wie Carlos do Camo und Amália Rodrigues. Nach der Nelkenrevolution zogen seine Eltern 1974 mit ihm nach Düsseldorf. Heute lebt er in Berlin und Lissabon, und ist in beiden Heimaten zuhause.
In Telmo Pires’ musikalischem Werdegang finden sich neben dem Gesang auch Schauspiel und Theaterproduktion – ein Ausbildungsvorteil, der sich in seiner charismatischen Bühnenpräsenz und Musikalischem bemerkbar macht. Nach seinen eigenen Worten jedoch ist Musik sein Leben und Fado seine emotionale Sprache.
Dennoch ist Telmo Pires kein klassischer Fadista. Er hat den Fado als musikalische Basis genommen und damit gearbeitet. Seine Offenheit und Experimentierfreudigkeit, musikalische Grenzen einzureißen und den traditionellen Fado mit anderen modernen Einflüssen zu mischen, machen ihn zu der zeitgenössischen Stimme des Fado und zum „Magier seines Genres“.
Für „Canto“ (2001) arbeitete er mit dem Flamenco-Star Rafael Corets zusammen, der eigens für ihn einen Song komponierte. Mit Berliner Jazzmusikern nahm er das Album „Passos“ (Traumton/Indigo 2004) auf. Auf seiner letzten CD „Sinal“ (Monopol 09), die auch sein aktuelles Programm ist, arbeitet er schließlich mit der deutschen Jazzpianistin Maria Baptist im Duo zusammen.
Der gemeinsam entwickelten Fado wirkt reduziert, modern, leidenschaftlich und sinnlich. Gesegnet mit einer warmen Stimme und vollem Timbre, singt Pires melancholische Lieder von Liebe und Verlust, in denen auch Hoffnung und Sehnsucht nach etwas unbekanntem Neuem mitschwingen. Pires besitzt mit seinem kulturellen Hintergrund etwas ganz Besonderes: Er versteht es mit Einblick und Bühnencharme, dem deutschen Publikum Fado als Kultur näher zu bringen und gleichzeitig seine ganz eigene Deutung zu vermitteln.
Die Presse schreibt: „Authentisch und kunstvoll zeigt er uns den Fado und die Melancholie - "Saudade" - als den Genuß, traurig zu sein.“